ISO 45001:2018 Zertifizierung Allcox Arbeitssicherheit
ISO 9001:2015 Zertifizierung Allcox Qualitätsmanagement
Lagermitarbeiterin macht bei Hitze im Lager eine Trinkpause, verschwitzt im schwarzen T-shirt

Hitze im Lager: Wie der Werkvertrag deinen Sommer stabil hält

INHALTSVERZEICHNIS

41,3 Grad, so heiß wie nie in Deutschland. Für ein Büro unangenehm, für deine Lagerhalle ein Betriebsrisiko. Kühlt die Halle über Nacht nicht mehr ab, verlierst du Leistung und Leute zugleich. Und der Sommer ist noch nicht vorbei.

Das eigentliche Problem: Hitze trifft dein Lager doppelt

Hitze ist im Lager kein Wetterthema, sondern ein Betriebsrisiko. Sie zieht dir an zwei Stellen gleichzeitig Leistung ab: die Menschen in der Halle arbeiten langsamer und machen mehr Fehler, und gleichzeitig steigen die Ausfälle. Drei Zahlen zeigen, worüber wir reden:

41,3°CHitzerekord Deutschland, 26. Juni 2026
+10,8%mehr Krankmeldungen nach 7 Hitzetagen in Folge
26/30/35°Cdie drei Pflicht-Stufen der ASR A3.5

Wie heiß wird es wirklich in deiner Halle?

Kurz gesagt: meistens heißer als draußen. Lagerhallen mit Blechdach, wenig Querlüftung und laufenden Förderanlagen heizen sich über den Tag auf und geben die Wärme nachts kaum ab. Wenn das Thermometer außen 35 Grad zeigt, stehen deine Leute in der Kommissionierung schnell bei 38 bis 40 Grad, teilweise mehr direkt unter dem Dach.

Der Arbeitsschutz kennt dafür klare Schwellen. Die Technische Regel für Arbeitsstätten ASR A3.5 Raumtemperatur nennt 26 Grad als gesundheitlich zuträgliche Obergrenze im Arbeitsraum. Darüber wird es für den Körper zäh, besonders bei körperlich schwerer Arbeit wie Be- und Entladen, Umpacken oder Displaybau. Und genau diese Arbeit steht in der Logistik nicht still, nur weil die Sonne knallt.

26 °CSollDer Arbeitgeber soll handeln und Getränke bereitstellen.
30 °CPflichtMaßnahmen werden Pflicht, Getränke inklusive. Das TOP-Prinzip greift.
35 °CStoppOhne zusätzliche Schutzmaßnahmen kein geeigneter Arbeitsraum mehr.

Was Hitze mit deiner Produktivität und Fehlerquote macht

Sie frisst beides auf. Studien zeigen: ab etwa 30 Grad sinkt die Arbeitsproduktivität spürbar, je nach Berechnung um rund zwei bis drei Prozent pro zusätzlichem Grad. Rechne das auf eine Halle mit 40 Kommissionierern hoch, und du verlierst an einem 38-Grad-Tag schnell den Gegenwert mehrerer voller Arbeitskräfte, ohne dass jemand langsamer laufen wollte.

Dazu kommt die Fehlerquote. Nach Untersuchungen der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin ist die Fehlerhäufigkeit zwischen 23 und 26 Grad am niedrigsten. Steigt die Temperatur, verlängern sich Entscheidungszeiten, es werden mehr Fehler gemacht. In der Logistik heißt ein Fehler konkret: falscher Artikel, beschädigter Karton, falsches Set. Ein falsch kommissionierter JIS-Auftrag beim Automobilzulieferer kann die Montagelinie deines Kunden stoppen. Klein in der Halle, groß in der Rechnung.

Was Hitze deinen Krankenstand kostet

Mehr als die meisten einplanen. Eine Auswertung des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung auf Basis von Daten von 9,7 Millionen AOK-Versicherten zeigt: schon ein einzelner Hitzetag hebt die Krankmeldungen um 3,5 Prozent, nach sieben Hitzetagen in Folge steigt der Wert auf 10,8 Prozent. Ab rund 31 Grad nehmen die Ausfälle deutlich zu, und Logistik, Bau und Produktion sind überdurchschnittlich betroffen.

Das ist der Punkt, an dem viele Betriebe ins Rutschen kommen. Nicht der einzelne heiße Tag ist das Problem, sondern die Serie. Zwölf Hitzetage am Stück wie im Juni 2026 bedeuten Ausfälle, die sich stapeln, während die Aufträge weiterlaufen. Und wer aus einer dünnen Personaldecke drei Leute verliert, verliert nicht drei Prozent Leistung, sondern die Planbarkeit einer ganzen Schicht.

Was das Gesetz von dir verlangt

Konkret ein abgestuftes Vorgehen. Du bist über deine Fürsorgepflicht und die Arbeitsstättenverordnung verpflichtet, die Hitzebelastung in der Gefährdungsbeurteilung zu bewerten und Maßnahmen abzuleiten. Dabei gilt das TOP-Prinzip: erst technische, dann organisatorische, zuletzt personenbezogene Maßnahmen.

In der Praxis heißt das: Sonnenschutz und Nachtauskühlung, Ventilation, Hitzequellen reduzieren. Dann Arbeitszeit in kühle Stunden verlagern, zusätzliche Pausen in kühlen Bereichen, Arbeitspensum anpassen, feste Trinkpausen. Getränke soll der Arbeitgeber ab 26 Grad bereitstellen, ab 30 Grad muss er es. Und ab 35 Grad ist ohne wirksame Schutzmaßnahmen Schluss mit dem regulären Betrieb in diesem Raum.

Der Haken bei körperlich schwerer Arbeit: Je schwerer die Tätigkeit, desto früher wird Hitze kritisch. Be- und Entladen, Umpacken oder Displaybau zählen zur schweren Arbeit. Hier reicht schon deutlich weniger, um in den Belastungsbereich zu rutschen, in dem Pausen und Schichtverlagerung nicht mehr Kür sind, sondern Pflicht.

Warum eine Klimaanlage allein dein Problem nicht löst

Weil Kälte kein Personal ersetzt. Klar hilft Kühlung dort, wo sie technisch geht. Aber eine 8.000 Quadratmeter große Bestandshalle mit offenen Toren komplett herunterzukühlen ist teuer, träge und oft schlicht nicht machbar. Und selbst mit perfekter Technik bleibt die eigentliche Schwachstelle: eine Schicht, die im Sommer regelmäßig auf halber Kraft steht, weil Leute ausfallen und keine eingespielte Vertretung da ist.

Genau hier liegt der Denkfehler vieler Sommer-Notlösungen. Sie behandeln Hitze als reines Temperaturproblem. In Wahrheit ist es ein Personalstabilitäts-Problem. Wer im Juli kurzfristig irgendwen an die Rampe stellt, hat morgen wieder ein neues Gesicht, das die Halle nicht kennt, die Hitze schlechter wegsteckt und die Fehlerquote weiter nach oben zieht. Die belastbare Antwort ist nicht kältere Luft, sondern ein Team, das bleibt, den Betrieb kennt und im Sommer nicht wegbricht.

Wie das Allcox-Team im Werkvertrag durch den Sommer trägt

Indem wir die Verantwortung für das Ergebnis übernehmen, nicht nur Köpfe schicken. Im Werkvertrag nach Paragraf 631 BGB steuern wir den Bereich mit eigener Projektleitung vor Ort, eigenem Team und eigenem Weisungsrecht. Du sagst, was rauskommen soll. Wir kümmern uns drum, dass es rauskommt, auch bei 38 Grad. Das ändert bei Hitze drei Dinge grundlegend:

1

Wir planen die Hitzemaßnahmen für unser Team selbst. Als Arbeitgeber der eingesetzten Kräfte sind Schichtverlagerung, Pausen- und Trinkregime und die Gefährdungsbeurteilung für diesen Bereich unsere Aufgabe, nicht deine. Das TOP-Prinzip läuft über unsere Projektleitung.

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Fällt jemand hitzebedingt aus, ziehen wir Vertretung aus dem Pool. Allcox arbeitet mit über 600 Mitarbeitenden an 25 operativen Standorten bundesweit. Wenn dir Montag drei Leute fehlen, ist das unser Planungsproblem, nicht deins. Ziel ist Vertretung in Stunden, nicht in Wochen.

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Die vereinbarte Leistung bleibt die vereinbarte Leistung. Im Werkvertrag zahlst du für ein Ergebnis, nicht für Stunden. Deine Stückzahlen und Qualitätskennzahlen stehen im Vertrag. Die Hitze ist damit vom Kostenrisiko für dich zum Steuerungsauftrag für uns geworden.

Dazu kommt der Faktor, der im Sommer den Unterschied macht: ein eingespieltes Team, das deinen Betrieb kennt. Eingearbeitete Leute stecken Belastung besser weg, machen bei Hitze weniger Fehler und brauchen keine drei Wochen Anlauf, wenn es eng wird. Seit 2002 machen wir genau das, zertifiziert nach ISO 9001 und ISO 45001, letzteres ist die Norm für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz.

Und wenn die Sommerspitze zusätzlich zuschlägt?

Dann kombinieren wir. Sommer ist oft nicht nur heiß, sondern auch Peak: Getränke-Saison, Grill- und Gartenartikel, E-Commerce-Wellen. Wenn zur Hitze zusätzliches Volumen kommt, liefert die Allcox Persona GmbH über die Arbeitnehmerüberlassung planbare Zusatzkapazität. Nicht als Feuerwehr für irgendwen, der morgen vor der Tür steht, sondern geplant, mit Vorlauf, mit passend qualifizierten Leuten und eingespielter Teamleitung.

Beide Modelle gehören bei uns ins gleiche Haus und ergänzen sich. Der Kernbereich läuft stabil im Werkvertrag mit klarer Ergebnisverantwortung. Die planbare Spitze fängt die Arbeitnehmerüberlassung ab. Eingearbeitete Kräfte können rechtssicher zwischen beiden Vertragsformen wechseln, sodass Know-how nicht verloren geht. Ein Ansprechpartner, ein Plan, dein Betrieb läuft durch. Das ist kein entweder oder, das ist das Beste aus beiden Welten, sauber gesteuert.

Dein Hitze-Fahrplan für diesen Sommer

Damit du sofort etwas in der Hand hast, hier die Kurzfassung für den nächsten 35-Grad-Tag:

  • Gefährdungsbeurteilung aktualisieren und Hitze als eigene Belastung bewerten, besonders für körperlich schwere Bereiche.
  • Schichten verlagern, wo es geht, in die kühlen Morgen- und Abendstunden.
  • Trink- und Pausenregime festlegen und Getränke bereitstellen, ab 30 Grad ist das Pflicht.
  • Vertretungsplan für hitzebedingte Ausfälle schaffen, statt kurzfristig zu improvisieren.
  • Den kritischen Bereich absichern, an dem ein Ausfall die ganze Schicht kippt.

Die ersten drei Punkte kannst du selbst angehen. Bei den letzten beiden wird es genau der Punkt, an dem ein Werkvertrags-Partner den Unterschied macht: nicht mehr Technik, sondern ein Team, das die Ausfälle abfängt, bevor sie deine Zahlen erreichen.

Bevor der nächste Hitzeblock kommt: lass uns auf deinen kritischen Bereich schauen.
Wir gehen mit dir durch, wo dich Hitze und Ausfälle diesen Sommer am härtesten treffen, und was ein Werkvertrag konkret für deine Halle bedeutet. Kurzer Draht, kein Verkaufsdruck.

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Häufige Fragen zu Hitze im Lager

Ab welcher Temperatur muss der Arbeitgeber im Lager reagieren?
Die ASR A3.5 nennt drei Stufen. Ab 26 Grad Raumtemperatur sollen Maßnahmen ergriffen werden, ab 30 Grad sind sie verpflichtend, ab 35 Grad gilt der Raum ohne zusätzliche Schutzmaßnahmen nicht mehr als geeigneter Arbeitsraum. Bei körperlich schwerer Arbeit ist die Belastung früher kritisch.

Gibt es in Deutschland ein Recht auf hitzefrei am Arbeitsplatz?
Einen automatischen Anspruch auf hitzefrei gibt es nicht. Der Arbeitgeber ist aber über die Fürsorgepflicht und die Arbeitsstättenverordnung verpflichtet, die Gesundheit der Beschäftigten zu schützen und bei Hitze wirksame Maßnahmen nach dem TOP-Prinzip zu ergreifen.

Wie stark sinkt die Produktivität im Lager bei Hitze?
Untersuchungen zeigen einen Rückgang von etwa zwei bis drei Prozent pro zusätzlichem Grad oberhalb von rund 30 Grad. Zusätzlich steigt die Fehlerquote, da die niedrigste Fehlerhäufigkeit laut BAuA zwischen 23 und 26 Grad liegt.

Wie hilft ein Werkvertrag bei Hitze konkret?
Im Werkvertrag übernimmt der Dienstleister die Ergebnisverantwortung für einen abgegrenzten Bereich mit eigenem Team und eigener Steuerung. Hitzemaßnahmen, Schichtverlagerung und die Vertretung bei hitzebedingten Ausfällen liegen damit beim Dienstleister, während die vertraglich vereinbarten Kennzahlen bestehen bleiben.

Verschlechtert der Fokus auf Werkvertrag die Arbeitnehmerüberlassung?
Nein. Beide Modelle ergänzen sich. Der Kernbereich läuft stabil im Werkvertrag, planbare Sommerspitzen fängt die Arbeitnehmerüberlassung mit Vorlauf und qualifiziertem Personal ab. Eingearbeitete Kräfte können rechtssicher zwischen beiden Formen wechseln.

Passt dazu auf allcox.de: Werkvertrag in der Logistik, Lagerbewirtschaftung und Be- und Entladung.

Über den Autor. Steffen Soltau ist Geschäftsführer der Allcox GmbH und der Allcox Persona GmbH. Seit 2002 baut Allcox mit über 600 Mitarbeitenden an 25 operativen Standorten Logistikbereiche im Werkvertrag und in der Arbeitnehmerüberlassung auf. Schwerpunkt: stabile, eingespielte Teams direkt auf der Fläche des Kunden.

Dieser Beitrag ersetzt keine Rechtsberatung. Bei konkreten arbeitsschutzrechtlichen Fragen ziehe deine Fachkraft für Arbeitssicherheit oder einen Fachanwalt hinzu.

Quellen mit interessanten Beiträgen zum Thema

Wenn du tiefer einsteigen willst, lohnt sich ein Blick in diese Beiträge und Regelwerke rund um Hitze am Arbeitsplatz:

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